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Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns
Geschichte

Es war einmal

Vorgänger des 1990 eröffneten Museums Mensch und Natur waren die bis 1944 existierenden naturkundlichen Ausstellungsräume im Gebäude des so genannten Wilhelminums in der Neuhauser Straße (Münchner Innenstadt). Für diese Institution hatte sich die Bezeichnung "Alte Akademie" eingebürgert. Wilhelminum Der Öffentlichkeit war dieses Münchner Naturalienkabinett erstmals im Jahr 1809 zugänglich gemacht worden.

1944 wurde das Wilhelminum bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört und ein Großteil der Sammlungs- bestände ging verloren. Nach dem Krieg wurde das wieder errichtete Gebäude anders genutzt und München hatte für Jahrzehnte kein Schaumuseum für Naturkunde mehr.


Neubeginn

Von den Bemühungen, nach Ende des zweiten Weltkrieges in München wieder ein Schaumuseum für Naturkunde zu etablieren, sind vor allem auch die kulturpolitischen Überlegungen in den 60er Jahren erwähnenswert, ein solches Museum auf dem Gelände der ehemaligen Türkenkaserne zu errichten, zusammen mit den wissenschaftlichen Samm- lungen und im Verbund mit universitären biologischen Forschungs- und Lehrstätten. Die Pläne wurden jedoch ad acta gelegt.

Später hat dort ein ganz anderes Museum seinen Platz gefunden - nämlich die Pinakothek der Moderne.

1967 wurde die Verwaltung der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns umorganisiert. Die Ernennung des Generaldirektors (W. Engelhardt) war ausdrücklich mit dem Auftrag verknüpft, ein modernes Museum für Naturkunde in München auf den Weg zu bringen.

Ab 1970 wurden ein Planungsstab aufgebaut, technische sowie grafische Werkstätten eingerichtet und das Projekt in Angriff genommen. Als erste Ausstellung wurde "Nerven und Gehirn" produziert und im Deutschen Museum präsentiert. Es war dies ein Pilotprojekt, mit dem die didaktischen und methodischen Intentionen des Planungsstabes getestet werden sollten. Wegen ihres großen Erfolges blieb die Ausstellung statt der geplanten 10 Wochen über sechs Jahre zu Gast im Deutschen Museum.

Schloss 1983 musste nach erfolgtem Architektenwettbewerb der Plan für die Errichtung eines 120 Millionen DM teuren Museumsneubaues am Südlichen Ober- wiesenfeld (Nähe Olympiagelände) wegen der angespannten Lage der Staatsfinanzen aufgegeben werden. Es ergab sich dann aber 1984 die Mög- lichkeit, im Nordflügel des Schlosses Nymphenburg ein Museum einzurichten.

Unter der Leitung von H.-A. Treff und seinem Stellvertreter F. Naumann konnte der Planungs- stab ab 1984 endlich mit der konkreten Konzipierung und Realisierung der verschiedenen Abteilungen beginnen. Am 28. Juni 1990 wurde das Museum Mensch und Natur vom bayerischen Ministerpräsidenten Max Streibl eröffnet.


Zukunftspläne

Ursprünglich war die Unterbringung des Museums Mensch und Natur im Nordflügel von Schloss Nymphenburg nur als vorübergehende Lösung angesehen worden. Die hier zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten sind zu beengt, als dass in ihnen ein Museum unter- gebracht werden kann, das der Bedeutung der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Samm- lungen Bayerns mit ihren reichhaltigen Beständen auch nur annähernd gerecht wird, und dem darüber hinaus der verpflichtende Bildungsauftrag mit auf den Weg gegeben wurde "...die Menschen über sich selbst, über ihre Umwelt und über die der Natur durch die technische Zivilisation drohenden Gefahren zu unterrichten und fortzubilden".

Derzeit gibt es Pläne, die vorsehen, dass sich das Museum Mensch und Natur in die ihm unmittelbar benachbarten Räumlichkeiten des Instituts für Genetik und Mikrobiologie der Ludwig Maximilians Universität München ausbreitet, wenn dessen vorgesehener Umzug nach Martinsried bei München Wirklichkeit geworden ist.


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