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Blickfang der Ausstellung ist ein
Großmodell des mensch- lichen Gehirns, an dem
einige Funktionsbereiche durch Knopfdruck beleuchtbar
sind. Informationen dazu gibt es auf dem ringsum angeordneten
Pult, unter anderem zur Funkti- on von Großhirn und
Kleinhirn, zur rechten und linken Ge- hirnhälfte,
zu den Reflexzentren im Hirnstamm (mit Selbst-
versuch
Pupillenreflex) und zum Thema Lernen (Labyrinth--
Spiel).
Der Komiker Otto Waalkes stellt aus seiner Sicht sehr
überzeugend dar, wie es im Gehirn zugeht. Den
Wis- senschaftlern dagegen erscheint das Gehirn trotz
aller For- schungserfolge noch weitgehend rätselhaft.
Sehr viel mehr weiß man über die Vorgänge
in der einzel- nen Nervenzelle. Wie biochemische Vorgänge
zur Ver- schlüsselung und Weiterleitung von Information
in Form von elektrischen Impulsen führen, das
wird (vereinfacht) erklärt und am schematischen
Funktionsmodell einer Nervenzelle mit optischen Effekten
sichtbar gemacht.
Die Frage "Wohin laufen denn die Nervenimpulse?"
führt zu den Synapsen, den Kontaktstellen zwischen
Nervenzellen untereinander oder zwischen ihnen und
Muskeln oder Drü- sen. An den Synapsen wirken vielerlei
chemische "Über- trägerstoffe" als
Informationsvermittler, und hier wirken auch Medikamente,
Drogen und Gifte ein. Da eine Nervenzelle in der Regel
viele Synapsen trägt, ist sie zu komplexer
Infor- mationsverarbeitung
in der Lage. An der "Nervenzelle als Computer"
wird das Prinzip veranschaulicht.
Ein eigenes Kapitel ist dem Rückenmark als zentralem
In- formationsleitungsstrang gewidmet. Aufbau und Funktion
sowie mögliche Schädigungen (Bandscheibenvorfall,
Ver- letzung mit Querschnittslähmung) werden durch
Modelle und Grafik dargestellt. Der "Reflexmann"
demonstriert den Ablauf eines Rückenmarksreflexes
(Zurückziehen des Fu- ßes, auf den eine Kugel
fällt), auf Wunsch mit oder ohne Beteiligung
des Gehirns! Nur wenig beteiligt ist das Rü- ckenmark
dagegen beim "Reaktionstest", wo es vor
allem auf schnelle Informationsverarbeitung im Gehirn
ankommt.
Weitere Exponate befassen sich mit Themen wie Schmerz,
Schlaf und Vegetatives Nervensystem.
Bildschirm-Program- me
informieren über Gedächtnis, Geschichte der
Hirnfor- schung,
Schädigungen des Gehirns, Drogen und Psychiat-
rie.
Und ein Seitenblick auf die Gehirn-Evolution zeigt
uns Tiergehirne verschiedener Komplexität sowie
die Gehirnver- größerung im Zuge der Menschwerdung
bis hin zur mögli- chen Gefährdung des heutigen
Menschen durch sein "über- entwickeltes"
Gehirn.
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