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"Wohl bekomm's" ist das Nachfolgeprojekt
der an gleicher Stelle zuvor gezeigten Ausstellung
"Nahrung für die Menschheit". In ihr war
vor allem unter ökologischen Aspekten über die
Produktion von Nahrung für eine wachsende Weltbevölkerung
berichtet worden.
In WOHL BEKOMM'S werden einige dieser Inhalte wieder
aufgegriffen, und mehrere Exponate, die sich über
Jahre sehr bewährt haben, kehren in überarbeiteter
Form wieder.
Einen völlig neuen Schwerpunkt bildet die Thematik
"Er- nährung des Menschen". Dabei geht
es um Informationen über Bau und Funktion des
Verdauungssystems, Nähr- stoffe und ihre Bedeutung,
Nahrungsmittel und Nahrungs- bedarf, richtige und falsche
Ernährung, ernährungsbedingte Krankheiten
sowie alternative Ernährungsformen.
Ebenfalls völlig neu im Informationsangebot werden
eine Reihe von Exponaten zum Thema Verbraucherschutz
sein. Nicht zuletzt unter dem Einfluss der BSE-Krise
hat hier ein Bewusstseinsprozess eingesetzt, der seinen
Niederschlag auch in einer solchen Ausstellung finden
muss.
Derzeit erwarten den Besucher folgende Ausstellungs- elemente.
1. In einer Serie von vier Kleindioramen wird berichtet,
wie sich die Ernährung des Menschen im Verlauf
seiner Evolu- tion verändert hat. Dem vor etwas
mehr als 2,5 Millionen Jahren in Afrika lebenden Frühmenschen
ist der Übergang zu einer immer fleischreicheren
Nahrung offensichtlich gut bekommen. Es gibt die Hypothese,
dass die energiereich- ere Kost und die Größen-
und Leistungszunahme des früh- menschlichen Gehirns
in einem unmittelbaren Zusammen- hang stehen. Weniger
bekömmlich war offensichtlich der vor rund 10.000
Jahren beginnende Wandel des Homo sapiens vom Jäger
und Sammler zum Ackerbauern und Viehzüchter.
Hierdurch hat sich die Ernährungssituation nämlich
zunächst nachhaltig verschlechtert. Man weiß
aus Vergleichen von Knochenüberresten, dass die
Körpergröße zurückging, dass
der allgemeine Gesundheitszustand schlechter wurde
und die Kindersterblichkeit zunahm. Of- fensichtlich
war der Speiseplan von Jägern und Sammlern weitaus
abwechslungsreicher als die einseitiger gewor- dene
Kost ihrer Landwirtschaft betreibenden Nachkom- men.
Dennoch nahm deren Zahl in der Folge beträchtlich
zu, bis hin zu der noch immer anhaltenden, bedrohlichen
Bevölkerungsexplosion. Deren Verlauf wird in
einem ein- drucksvollen Exponat visualisiert und beschrieben.
2. Am zentralen Modell der Gläsernen Frau können
die ver- schiedenen Organe durch Knopfdruck zum Leuchten
ge- bracht werden, wobei zugleich auf einem Bildschirm
jeweils Informationen zu ihrer Funktion - vor allem
im Zusammen- hang mit Ernährung und Verdauung -
erscheinen. An vier Bildschirmstationen können
Kurzfilme abgerufen werden, die über die Verdauungsvorgänge
in "Mundhöhle", "Magen",
"Dünndarm" sowie "Dickdarm"
informieren.
3. Umgeben wird das Podest mit der Gläsernen
Frau auf drei Seiten von Aufnahmen des renommierten
amerikani- schen Fotografen Peter Menzel. Er hielt auf
seinen Bildern fest, was Familien aus den verschiedensten
Ländern in ein- er Woche an Lebensmitteln konsumieren.
Ergänzt werden diese auch sehr amüsanten
und zur genaueren Ergründung anregenden Bilder
durch zwei Infoposter über die Empfeh- lungen der
deutschen Gesellschaft für Ernährung einerseits
und das Ausmaß des Hungers auf der Erde andererseits.
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