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Im März
1998 eröffneten das Museum Mensch und Natur in
München und vier weitere deutschsprachige
Ausstellungs- häuser
zeitgleich Sonderausstellungen mit dem gemein-
samen
Titel "Gen-Welten". Die Münchner Ausstellung,
mit dem Untertitel "Vom Griff nach dem ABC des
Lebens", wur- de nach einjähriger Laufzeit
1999 überarbeitet und in eine Dauerausstellung umgewandelt.
Diese wurde nun erneut überarbeitet und präsentiert sich seit
18.02.2004 in ganz neuem Gewande.
Den Zugang zum komplexen Wissensgebiet der Genetik
vermitteln zahlreiche hier gezeigte Objekte wie
Modelldar- stellungen,
Tierpräparate und Pflanzennachbildungen, Ge- räte
aus gentechnischen Labors usw., sowie viele Bild-
und Hörprogramme und interaktive Bildschirmprogramme.
Im Zentrum der Ausstellung steht, inhaltlich wie auch
op- tisch, die DNA, jenes langgestreckte Riesenmolekül,
das in jeder lebenden Zelle als Träger von Informationen,
der "Ge- ne", dient. Veranschaulicht wird
dies durch ein schemati- sches Modell der DNA in 500 millionenfacher
Vergrößer- ung. Rund um dieses Modell kann man sich über die
Struk- tur
der DNA informieren sowie über die Art und Weise,
wie dieses Molekül Information speichert, sich bei der
Zelltei- lung "kopiert", und wie die
Information in der Zelle wirksam wird.
Damit sind wir schon mitten in der modernen Genetik.
Als Einstimmung und Ergänzung hierzu gibt es
eine kurze und anschauliche Darstellung einiger Grundlagen
der "klassi- schen" Zell- und Fortpflanzungsbiologie.
Bei vielen Inhalten der Ausstellung bildet die Geschichte
der Erforschung und Entdeckung den Einstieg. Unter
an- derem wird berichtet über Gregor Mendels Vererbungsver- suche,
die Einführung der Fruchtfliege Drosophila in
die genetische Forschung, die Entdeckung der Struktur
der DNA, aber auch über die Erfindung gentechnologischer
Verfahren. Neben Drosophila werden weitere "Haustiere"
der Genetik vorgestellt, wie der Phage T4 und das
(von ihm befallene) Bakterium Escherichia coli, deren
Erforschung das Tor zur Gentechnik öffnete.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die zur Zeit schon
prakti- zierte Anwendung der Gentechnik z.B. in der
Nahrungs- und Pharma-Produktion. Und auch um den Menschen
als Objekt der genetischen Forschung geht es hier,
von der Entschlüsselung des menschlichen Genoms
bis hin zu den ethischen Problemen, die sich daraus
in Zukunft oder auch schon heute ergeben können.
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